Übergang Kita-Grundschule
Im Rahmen dieses Projektes werden die Kinder in ihrem letzten Kindergartenjahr gezielt auf die Schule vorbereitet:
In 13 Einheiten besuchen sie die Schule und lernen vor Ort:
* die Räumlichkeiten
* die Regeln und Abläufe
* die Personen
* die Arbeitsweisen  und vieles mehr kennen.
Wo hänge ich meine Jacke auf? Wo ist die Toilette? Was mache ich in dieser großen Turnhalle? Wie finde ich mich in der Pause mit so vielen Kindern auf dem großen Schulhof zurecht?
Was gehört in mein Mäppchen? Wie hefte ich ein Blatt in den Schnellhefter?

Das alles sind Fragen, auf die die Kinder im Tun ihre Antworten finden. Daneben werden auch kognitive Fähigkeiten, wie Farbenkenntnis, Mengenerfassung, Literacy sowie Grob- und Feinmotorik geübt.

Da immer auch die Eltern “ in die Schule kommen“ und häufig eigene Ängste und Unsicherheiten mitbringen, gibt es in dieser Zeit auch eigene Veranstaltungen für sie:
Zu Beginn des Kindergartenjahres werden sie auf Elternabenden in den Kitas auf das Thema Schule eingestimmt.
Es folgt ein Elternabend zur eigenen Schulbiografie, der bereits in der Schule stattfindet, zu dem sie aber von den Erzieherinnen begleitet werden.
Den Abschluss bildet ein Abend, an dem sie sich in Kleingruppen noch einmal intensiv mit den bevorstehenden Veränderungen und Neuerungen, die durch die Einschulung auf sie zukommen, beschäftigen. Auch dieser Abend wird gemeinsam von ErzieherInnen und LehrerInnen vorbereitet und durchgeführt.
Das Schuljahr beginnt dann mit einer Einschulungsfeier für Kinder und Eltern, einem kurzen Unterricht für die Kinder und einem Begrüßungscafé für die Eltern.
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An dieser Konzeption und ihrer inhaltlichen Ausgestaltung haben alle Kitas und alle Grundschulen der Mainzer Neustadt ein dreiviertel Jahr gearbeitet.
Begleitet wurden wir in diesem Prozess von Frau Carola Feller über das Programm “ Anschwung für frühe Chancen“.
Durch ihre kompetente Unterstützung ist es uns gelungen, einen standardisierten Übergang von der Kita in die Grundschule für alle Kinder der Mainzer Neustadt zu entwickeln.
Durch die Zusammenlegung der vom Land bzw. der Stadt für die Übergangsaktivitäten vorgesehenen Gelder (Modul 3) wurden Synergien geschaffen,
die eine inhaltliche Vergleichbarkeit garantieren.
Als ausführenden Partner konnten wir den Deutschen Kinderschutzbund gewinnen. Dadurch ist auch eine personelle Kontinuität möglich, wie sie durch, ansonsten für diese Arbeit vorgesehenen Honorarkräfte, nicht zu gewährleisten ist.

Wir freuen uns sehr auf unsere Schulzeit-Kinder!